Nov 29 Lost in Auckland :)

Von Livingstone in Zambia bin ich über die Grenzbrüecke nach Zimbabwe gelaufen und habe mir die Victoriafälle von der anderen Seite angeschaut. Auf den Rat anderer Reisender hatte ich 30 US-Dollar Bestechungsgeld dabei, für den Fall das die Grenzbeamten in Zimbabwe Probleme herbeizaubern. Ich brauchte sie nicht. Von den Victoriafällen ging es in einem zweieinhalb Tage dauernden Flug von Victoriafalls Aiport über Johannesburg, Dubai, Brisbane nach Auckland.

Auckland gefällt mir gut. Hilfsbereite Kiwis, ein schönes Land, und ich kann mich endlich wieder vor die Tür trauen ohne das mir jemand sagt “Geh nicht nacah rechts, nur nach links”, “Beweg dich nur zwischen Ampelpfosten 1-5″, “Geh nicht im dunkeln raus”, etc. Ich hasse das! Von daher fand ich Auckland unglaublich befreihend, lebhaft, bunt, voller Leben….

Damit stehe ich im im Gegensatz zu einigen anderen Backpackern die die Stadt mit “Langweilig”, “Keine Kultur” und “nichts zu sehen” beschreiben. Kann ich gar nicht verstehen, denn die Stadt bietet viel. Es kommt also immer darauf an wozu man das Erlebte in Bezug setzt, oder was man gewohnt ist. Jedenfalls ärgere ich mich jetzt schon so viel Zeit in Südafrika verbraucht zu haben und das zu suchen was ich hier an jeder Ecke finde.

Leider bin ich aber auch ein bisschen angenervt. Irgendwie etwas verhext im Moment. Auf dem Flug ist mein Schlafsack abhanden gekommen, und da man nun nicht weiß bei welchem Flieger oder welchem Flughafen das Ding verloren gegangen ist schicken die sich jetzt ne Menge lustiger Faxe hin und her. Kommt doch eh nix bei raus! Vermutlich hat sich das Ding nen afrikanischer Flughafengestellter unter den Nagel gerissen, da kommt ne Menge weg. Versichert ist es leider nicht, aber ich werde noch eine böse E-Mail an den Kundenservice schicken!

Nachdem die Verlustmeldung aufgegeben war habe ich versucht Geld mit meiner Notfallkreditkarte abzuheben, aber keine Bank in der Stadt hat die Karte akzeptiert, so das ich dann um 5 Uhr völlig fertig und ohne einen Cent in der Tasche in das Wochenende startete und mein Hostel aufsuchte. Der Magnetstreifen war zu dünn, und die Systeme konnten die Karte nicht lesen. Wieder ein toller Service, Mastercard ;)

Zum Glück habe ich am Samstag dann noch eine Nationalbank gefunden, die noch antiquare Pauschpapierdurchschläge benutzt, und damit konnten Sie die Karte benutzen. Die nächste Hiobsbotschaft kam als ich meine Steuernummer beantragen wollte um hier ein wenig Erdbeeren oder Äpfel zu pflücken: Ich brauche um mich zu registrieren zwei Dokumente die mich ausweisen. Einen Passport und einen Führeschein! Und der Führerschein ist wo? Richtig. Bei der Gang in Johannesburg, zusammen mit den abgehobenen 1000 Euro und der Kreditkarte…

Damit kann ich auch den Autokauf zu dem ich mich eigentlich entschlossen hatte um besser über die Insel und zu den Jobs zu kommen, und um unabhängiger zu reisen, erstmal auf Eis legen weil noch gar nicht gesagt ist das es überhaupt möglich ist über das Konsulat einen Ersatzführerschein auszustellen. Quellen im Internet bezweifeln das.

Kommentare zu diesem Artikel:

  • Jan

    schrieb am 30. November 2009 um 06:46 Uhr:

    Hey!

    Na dann mal: ”Willkommen in (fast ganz) Down-Under!” [Iss nich so viele Kiwis... ;-) ]
    (und wir können jetzt wieder ruhig schlafen wo wir wissen, dass du nicht mehr in SA zeltest. *GG*)

    Ist doch aber -mal von hier aus gesehen- schön zu wissen, dass nicht nur wir hier die Bürokratie-Seuche haben…
    Drücke dir die Daumen, dass du dieses Elend schnell hinter dich bringen kannst um dann ”in Ruhe” weiter zu reisen.

    Viel Spaß,
    Jan

  • seb

    schrieb am 01. April 2011 um 18:56 Uhr:

    lese grad das du dir da 1000 tacken abknöpfen lassen hast. hoffe du rennst zukünftig mit weniger rum :)

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