Dez 3 Warten auf Frau B…

Die Botschaft schickt mich zum Straßenverkehrsamt Minden
Minden schickt mich nach Peine
Peine schickt mich wieder zur Botschaft.

Keiner weis wann der Führerschein hier sein wird, aber alle wissen das es dauern wird. Meint auch Frau H.
Die ist eigentlich ganz nett aber sobald man sie drängelt wird sie pissig. Genaueres wird mir Frau B. mitteilen, wenn es soweit ist, aber bisher schweigt sie sich aus. Es ist wohl noch nicht so weit…

Im Allgemeinen müssen ein paar Unterlagen von der Botschaft in Neuseeland nach Deutschland nach Peine und von dort wieder nach Neuseeland zur Botschaft geschickt werden. Weil eine deutsche Institution einer anderen deutschen Institution nicht traut darf nichts gefaxt werden (Das Straßenverkehrsamt könnte ja meinen Führerschein gefälscht haben) sondern müssen originale mehrere Male per Übersee geschickt werden…

Zwischendurch muss ich dann auch nochmal einen Eid schwören, das der Führerschein auch wirklich geklaut ist, weil man der Anzeige einer südafrikanischen Polizeistation nicht traut (OK, würde ich auch nicht!). Ich habe mittlerweile für Masterkart auf Eid geschworen, für die Polizei in Kapstadt UND in Johannesburg, und wenn’s sein wird schwöre ich auch noch fürs Straßenverkehrsamt.(Warum kostet das Eid ablegen eigentlich 32,50 Euro?)

Leider weiß keiner wann ich den Eid ablegen muss, so das ich mich nciht wirklich aus Auckland heraus bewegen kann.

Autos habe ich mir schon einige beim Backpacker-Carmarket angeschaut, aber wenn man ein Auto von privat über eine Zeitung kauft kriegt man sie für die Hälfte. Vergleichen lohnt sich also. Mein Maximales Limit ist 1000 Euro.

Und so hänge ich in der Stadt fest wo die Lebenshaltungskosten hoch sind, wo ich doch schon längst gerne aufs Land geflohen wäre. So versuche ich jedes “Highlight” mitzunehmen, war wandern auf der Vulkaninsel, war auf dem höchsten Gebäude der Südhalbkugel, dem TV Tower, bin zu Fuß kreuz und quer durch die Stadt zum Mt Eden, einem weiteren Vulkankrater, und zu entfernteren Aussichtspunkten gelaufen, habe die Parks besucht, das Museum abgeklappert, bin mit der Fähre durch den Hafen gefahren, bin die Queenstreet auf und ab und auf und ab und ab und auf gelaufen, habe Dürematts “Das Versprechen” gelesen, und mir heute zwei Bücher über Neuseeland für die Reiseplanung gekauft.

Morgen werde ich mich doch nochmal nach einem Job umschauen. Wer weiß wie viele Wochen der Führerschein noch braucht.

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