Mai 17 Eindruecke aus Sydney & Spass bei der Sicherheitskontrolle

Das Shuttle holte mich am letzten Freitag um 3:40 in der Frueh ab. Geschlafen hatte ich nicht, da Silke mit mir die letzten Stunden vor Abreise im Hostelwohnzimmer verbrachte um mir auf Wiedersehn zu sagen.

Um 4:30 begann der Ceck-In. Die nette Frau fragte mich bei der Aufgabe des Hauptgepaecks ob ich gefaehrliche Fracht wie unter Druck stehnde Gasbehaelter transportieren wuerde und ich antwortete wahrheitsgemaess mit JA. Meine schoenen Campinggaskatuschen verschwanden in der Versenkung.

Dann kam die eigentliche Sicherheitskontrolle. In letzter Minute bemerkte ich eine Kiwi-Anstecknadel im Handgepaeck. Das Hauptgepaeck war schon aufgegeben, und ich hatte keine Lust die Nadel zu entsorgen. Da sie als Waffe umfunktioniert werden koennte ist so etwas natuerlich streng verboten. Ich versuchte aber mein Glueck und versteckte sie zwischen Digitalkamera und Mobiltelefon im Rucksack. Im Zweifelsfall wuerde ich sagen ich habe sie dort vergessen.

Mit ernster Mine wurde ich zwei Minuten spaeter von dem Beamten der den Rucksack durchleuchtete zur Seite gebeten, und er begann meine Tasche zu durchwuehlen. Mist. War ich aufgeflogen? Er musste nicht lange wuehlen, denn er wusste was er entdeckt hatte:

Er streckte mir eine 250ml Nivea-Sonnenmilchflasche, an die ich nun aber wirklich garnicht gedacht hatte entgegen und fragte “What is that?”. “Sonnenmilch”, antwortete ich wieder wahrheitsgemaess. Sie wurde entsorgt, denn nach den neuen strengen Sicherheitsbestimmungen sind Fluessigkeiten im Handgepaeck streng verboten. Die Anstecknadel reiste unentdeckt mit. Ich konnte mir ein grinsen nicht verkneifen.

Im Flugzeug hiess es dann ein Einreiseformular ausfuellen. Auch Australien hat nach Neuseeland extrem strenge Einfuhrrichtlinien. So duerfen weder Fleisch, Pflanzen, Lebensmittel, Tiere, und nicht einmal Knochen, Muscheln, etc eingefuehrt werden.

In Neuseeland wurde das letzte mal sogar mein Zelt unter Karantaene desinfiziert, weil es suedafrikanische Bodenpartikel an sich haben koennte.

Dieses mal hatte ich jedoch in Neuseeland einige der schoenen und begehrten Paua-Shell-Muscheln gesammelt, die im Sonnenlicht regenbogenfarben schimmern. Ich war mir im Vorfeld nicht sicher gewesen ob auch auf Muscheln ein Einfuhrverbot liegt, aber nun steht es hier schwarz auf weiss. Ich muss meine Muscheln deklarieren, und trauere schon meinen Paua-Shells nach, waehrend wir zum Landeanflug auf Sydney ansetzen.

Der Einreisebeamte schaut sich mein Formular an, sieht das Muschelkaestchen angekreuzt, vermerkt ein grosses Fragezeichen, und ein “Q” fuer Question, und sendet mich zur Gepaeckkontrolle zum Zoll- und Biosecuritybeamten. Dort soll ich im Regelfall nun untersucht und ausgefragt werden. Als ich dort ankomme arbeiten zwei relativ lustlos dreinschauende Beamte, die den Rucksack zum durchleuchten aufs Transportband schmeissen, und meine Karte entgegennehmen.

Der Rucksack wird mir ohne Worte wieder in die Hand gedrueckt und im wirwarr von Beamten und Fluggaesten beachtet mich niemand mehr. Ich warte geduldig, aber niemand moechte mich etwas fragen. Nun moechte nun ungerne sagen “Leute, wollt ihr mir meine Paua-Shells nun noch abnehmen oder nicht?” und versuche es mit einem “Bin ich jetzt fertig?” Der Beamte meint nur “Ja, und rechts gehts raus”, und bevor es sich jemand anders ueberlegen kann schnappe ich meinen Rucksack und eile davon…

In Sydney gabs eine ganze Menge zu bestaunen. Das Opernhaus, die Harbourbridge, die ANZAC-Bridge, den botanischen Garten, den Sky-Tower, die Art-Gallery, das Maritime Museum, Chinatown, und das Government House, um nur ein paar Highlights zu nennen.

Von Hauesern wie dem Govermenthouse bin ich immer ganz besonders fasziniert, und konnte auch hier einen der letzten freien Plaetze fuer eine gefuehrte Tour ergattern.

Der Eindruck gleicht dem des neuseelaendischen Parlaments in Wellington: Auch hier: Alles ist Teil einer einzigen Dekoration. Jedes Buch an seinem wohlbedachten Platz. Jedes Bild an der Wand mit Wasserwage vermessen. Der Teppich wie neu verlegt. Die Fliesen wie frisch gekachelt. Die Vorhaenge geometrisch ausgerichtet.

Auf einem Foto sehe ich einen gelangweilt dreinblickenden Vladimir Putin, wie er auf einer wichtigen Konferenz auf dem Stuhl vor mir sitzt und ein 5 Gaengemenue verdrueckt. Was wuerde ich dafuer geben hier einmal mein Kocher rauszuholen und ne Packung Instantnudeln zu kochen!

Weitere Highlights waren fuer mich die Sydney Wildlife World und das Aquarium. Die Wildlife World ist mit einem Zoo zu vergleichen, welcher sich aber nur auf Australische Tiere, Spinnen, Insekten, Schlangen, Voegel etc spezialisiert hat, und daher auf jedenfall einen Besuch wert ist, da er auf seinem Spezialgebiet sehr umfangreich ist.

Noch ein weiteres persoenliches Higlight: Das Schwarze Bild! Haengt in der Kunstgallery, ist ca 2×3 Meter gross und ist, es darf geraten werden: Schwarz! Schwarz! Schwarz!

Mai 16 Sydney

Die Maschine von Christchurch nach Sydney landete 45 Minuten vor planmaessiger Ankunftszeit. Mit dem Shuttle gings in die Stadt und von dort in mein Hostel.

Die Stadt ist riesig, gigantisch, und teuer! Die letzten drei Tage habe ich nun genutzt mir die Stadt genauer anzuschauen. Im botanischen Garten haben sie derart eine “Flying Fox” Plage. Sie gehoeren zu den Flughunden und sind verwandt mit den uns bekannten Fledermauesen. Leider fressen sie derzeit den ganzen botanischen Garten leer und man hofft geduldig das sie weiter ziehen.

Weiter auf dem Programm stand das weltbekannte Opernhaus, die Harbour Bridge, und alles was sich sonst noch fusslaeufig erreichen lies. Nun heisst es warten bis meine Brille aus Deutschland im Hostel ankommt, bevor ich weitere Plaene machen kann.

"Abhaengen" ueber den Daechern von Sydney

"Abhaengen" ueber den Daechern von Sydney

Ein Koalabaer haengt ueber den Daechern von Sydney in der Wildlife World ab.