Nov 7 Eindrücke und Fotos – von Coffeebay bis Natures Valley…

East London, es ist Sonntag, 1 November. Ich bin auf dem Weg zum “Super Spar”. Der Friseur hat gerade alle Handtücher zum trocknen auf die Straße gehägt, natürlich ohne sie vorher zu waschen. Auf der Straße herscht Lärm. Zwei große Mülltonnen stinken in der Mittagssonne, eine davon ist in ein tiefes Schlagloch gerollt und ist gerade dabei umzukippen. Ein paar Leute sitzen oder liegen auf der Straße. Ein Securitycar steht obligatorisch vor dem “Super Spar”-Haupteingang und schiebt Patrollie. Zwei Jugendliche heitzen mit ihren aufgemotzten Citygolfs durch die enge Straße. Im Markt herscht wildes Treiben. Die eine Hälfte wird gerade umgebaut; der Verkauf geht weiter. Da heute 1. November ist war es Zeit den vollgeschmückten Weihnachtsbaum in die Lobby des Supermarktes zu rollen. Aus den Lautsprechern dröhnt Musik die versucht die Bohrmaschine drei Gänge weiter zu übertoenen. Es läuft “Jingelbells Jinglebells”, es hoert aber sowieso niemand zu. Das ganze wirkt bei 27 Grad Celsius und Menschen in kurzen Shorts umso krotesker. Ich kaufe ein Majo-Chickensandwich und eine Dietcoke. Im Ausgangsbereich laufe ich mit zwei bewaffneten Securityguides zusammen die meine Einkaufstuete mit dem Kassenbon gegenchecken. Ein paar dicke Mamas laufen mir mit 25 Kg-Säcken Reis und Mehl auf dem Kopf über den Weg. Vor dem Supermarkt wird der Großeinkauf abtransportiert. Auf dem Kopf, mit Autos, mit Einkaufswagen die sich im Gewuehl der Straße verlieren…

Ich bin auf dem Weg zum East Londonmuesum. Das einzige Museum der Welt welches ein Dodo-Ei beherbergt. Da ich seit geraumer Zeit ja eine besondere Beziehung zu diesem toten Vogel habe dachte ich mir das wäre eine tolle Idee das Muesum zu besuchen. Unterwegs mache ich einen Halt an einem Internetcafe. Ein junges Xhosa-Mädchen bittet mich ihren Lebenslauf auf dem Computer abzutippen, denn ich bin offensichtlich schneller als sie. Nach dem tabellarischen Lebenslauf nur ein Satz: “Ich bewerbe mich für jeden Job”. Ich mache weiter meinen Weg zu Fuß durch die Stadt. Nach zwei Stunden bin ich am Museum angekommen. “Bis auf weiteres an Sonntagen und Feiertagen geschlossen, wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten”. Ich maschiere zur Strandpromenade.

Auf einem Flohmarkt stolpere ich über ein Schild mit der Aufschrift “Herbes of Hopes”. Nein, das hat nichts mit Hoffnung zu tun, eine weiße 70 Jahre alte Frau erklärt mir ihr selbstgemachtes Hopfengetränk, welches alkoholfrei ist und ziiiiiehmlich gesund! Für jeden ist was dabei: Alten Menschen hilft es bei Zucker, Herzproblemen oder Reuma, bei jungen Leuten steigert es Gedächtnisleistung und Konzentration, eigentlich ist es egal was man gerade hat oder auch nötig hat – Herbes of Hopes hilft! Und ich bekomme ein Gratisgläschen angeboten. Die gute Frau verkauft das Gemisch in gebrauchten Getränkeflaschen in verschiedenen Größen zu umgerechnet 50, 80 oder 120 Cent. Eine kleine Traube Interessierter bildet sich, und Emma läuft zur Höchstform auf. “Hier trinkt ihr was gesundes. Nicht diesen Chemiekram. Ist es nicht so das Cola in Deutschland verboten ist, ich hörte man ist da sehr streng mit der ganzen Chemie in Lebensmitteln?” “Verboten nicht”, erwiedere ich, “Naja, kleinen Kindern gibt man es nicht zu trinken.” Emma lächelt zufrieden: “Hört Hört, für Kinder ist es verboten, die ganze Chemie, kauft Herbs of Hopes…” Während die Leute sich nun auf Emmas Hopes of Herbes stürtzen mache ich mich auf und davon und hoffe das niemand meine 2Liter-Dietcoke im halbtransparenten Supersparbeutel entdeckt…

Port Elizabeth. Zwei Tage später.Vom komfortablen und freundlichen Hostel das mir gut gefällt laufe ich an villenähnlichen Gebäuden und großen Hotelkomplexen durch die “Happy Valley” und lande an der Strandpromenade. Die Stadt ist blitzeblank. Keine Coladose säumt den Straßenrand. Damit seht die Stadt im krassen Gegensatz zum Großteil des Landes, welches im Müll gerade zu ersticken droht. Ganze Karavanen von Müllmännern ziehen in Blaumännern an mir vorbei, ein paar versuchen Zigaretten zu schnorren. Am Strand steht ein großer Pier, ein weiterer ist vor kurzem zusammengebrochen und liegt im W assser. Schöne gepflegte neue Parkanlagen, Shoppingmalls. An der Beachfront hat man ein gigantischen Casino- und Entertainmentkomplex aus dem Boden gestampft. Mit künstlicher Seenlandschaft, Restaurants und Shops in denen die “Local People” ihre selbstgemachten Handwerkskünste verkaufen. In einem Teppichladen mit Tigern und Löwen sitzt gerade eine alte weiße Frau und schneidet die “Made in China”-Etiketten aus dem Deckchen. Viel zu wenig Besucher für die gingantische Shoppingmall. Wer soll das alles kaufen? Wer soll das alles Essen? Im Eingangsbereich steht ein großes Schild in dem das “Entertainmentkomplexmanagement” sich dafür verbürgt das das Wasser aus der küsntlichen Seenlandschaften ausschließlich aus Sturmwasser gewonnen wird, und das man der Umwelt hiermit nichts böses tut. Im selben Atemzug und auf dem selben Schild bittet man Wasser zu sparen und die Toilettenspühlung sparsam zu benutzen. Auf der Toilette hat jemand den Wickelraum mit “Babytausch” übersetzt. Was es nicht alles gibt!

Zurück an der Beachfront steht ein weiteres Schild das über die “Dünenrehabilitationmaßnahmen der Regierung” berichtet. Zuerst hat man die Dünen platt gemacht, weil Dünen mit der Zeit den Sand vom Strand abziehen, und das sieht ja dann nicht mehr schön aus. Nachdem dann aber der Sand in die noblen Wohnsiedlungen gezogen ist hat man sich nicht besser zu helfen gewusst als die Vordünen ebenfalls mit Wohnsiedlungen zu bebauen, mit dem überraschenden Resultat das die alten Villen zwar sandfrei, diese neuen Häuser die noch dichter am Wasser stehen aber noch mehr im Sand ersticken. Es folgte der Aufbau neuer Dünen die dann aber so hoch wurden das sich die Appartmentbesitzer beschwerten die ein “Appartment mit Seeblick” gekauft hatten. Sie guckten auf eine Düne. Nun sind die Dünen wieder gestutzt, und ein Traktorfahrer und ca. 3 dutzend Mann sorgen täglich dafür das der Sand der auf die Gehwege weht wieder dort hingebracht wird wo er hingehört: Zum Strand. Und da dachtest du du hast einen Scheißjob!

Nichts desto trotz ist Port Elisabeth eine schöne und interessante Stadt. Sie hat eine ausgeprägte historische Altstadt. Die englische Queen lächelt stolz von einem Podest vor der Bücherei die wegen Umbau seit April geschlossen ist. In einem abgetrennten Teil werden alte Bücher und LP´s für 3 Rand (30 Cent) verramscht. Mir fällt “Selbsthypnose für Anfänger” und “Windows 3.11 für Dummies” ins Auge. Verlockend, aber letztendlich verlasse ich die Bibliothek ohne Bücher. Es gibt eine historische Kirche, ein historisches Postgebäude und eine belebte Altstadt. Ich kaufe neue Strandschuhe für umgerechnet 3,80 Euro. Im Hafen besuche ich einen Aussichtsturm. Der korupte Wächter bittet mich das Geld nicht in die Eintrittsdose zu werfen sondern ihm in die Hand zu geben. Außerdem soll ich beim Einschreiben ein falsches Datum eintragen. Angebtlich hat das alles seine Richtigkeit. Ich habe keine Lust zu streiten, unterschreibe alles, zahle umgerechnet 60 Cent und blicke vom Aussichtsturm in den Hafen in dem gerade ein Schiff mit Oberklasseneuwagen angekommen ist.

Stormsriver Village. Ein kleines verschlafenes aber touristisch reizvolles Dörfchen an der Gardenroute. Mein Hostel sieht nett aus. Wie immer stelle ich mein Zelt auf. Der Nationalpark liegt ca. 10km entfernt. Man möchte 180 Rand (18 Euro!!!) für das Schuttle welches mich dort hinfährt. Ich übe stillen Protest, lehne das Shuttle ab und gehe zur Touristinfo, welche aber nur aus einem kleinen Häuschen besteht, in dem jemand kiloweise Gratisbrochüren diverser Hotels, Tourenveranstalter und Tourismusverbänden abgelegt hat. Ich bin genervt. Ich suche weiter und finde das Visitorcenter des Oertchens wo ich beschließe ein Fahrrad zu mieten um zum Nationalpark zu fahren. Vor dem Visitorcenter hängen fünf schrottreife Mountainbikes. “Tourismus Center” steht groß an der Eingangstür. Ich trete ein. Ein Café ohne Café und Kuchen, ein paar Stühle und Tische und ein überladener Infotresen stehen in dem Gebäude. Ein netter Touristguide steht mir gegenüber. Wie viel ein Fahrrad kostet weiß der gute Mann nicht, aber er möchte es für mich herrausfinden. Dummerweise ist gerade der Strom ausgefallen, und das Telefon ist tot. An der Wand hängt ein übergroßer Plasma-TV-Screen der so garnicht in seine Umgebung passt. Auch er bleibt dunkel. Vermutlich eine gut gemeinte Gabe der Tourismusbehörde. Sein Handy ist leer, und er schickt jemanden der ihm eine neue Debitcard organisiert damit er telefonieren kann. Mann kennt hier keine Zeit und keine Hektik. Ich schaue auf die Uhr und werde nervös.

Die neue Debitcard wird vorbeigebracht, das Geld ist auf das Handy geladen. Das Fahrrad kostet 120 Rand (12 Euro). Ich spare mir den Joke “Ich wollte aber nicht das ganze Fahrrad kaufen” weil er ihn vermutlich nicht verstehen würde, und willige ein. Ich unterschreibe einen Leihvertrag, ich unterschreibe alle notwendigen Reperaturen selbst vorzunehmen, ich unterschreibe eine Haftungsbeschränkung, ich unterschreibe alles! Mir wird eine Rechnung ausgestellt. Darauf folgt der Hinweis das ich ja noch eine “Entry-Permit” für den Wald brauche durch den meine Route führt… Ich nicke und beginne zu schwitzen. Ich untererschreibe meinen Permit. Der kostet übrigens nochmal 10 Rand, aber das vergisst mein Guide zum Glück schnell wieder. Nun brauche ich noch einen Fahrradhelm. Der ist Pflicht. Der Helm ist zu klein, mein Touristguide sucht einen neuen. Kein Fahrrad ohne Helm, keine Ausnahme. Ich schaue auf die Uhr, und versuche ruhig zu bleiben. Das Ideale Anti-Stress-Programm sozusagen. Der nächste Helm schneidet mir fast die Luft ab, mein Kopf wird rot und ich murmle nur “Super, der passt perfekt”. Ich zahle noch 100 Rand Pfand und bin endlich auf dem Track. Kaum außer sichtweite hänge ich meinen Helm an den Lenker und hole tief Luft. Nach 500m steht ein Gate in dem erneut gebeten wird sich selbst ein weiteres “Entrypermit” auszustellen. Kein Stift weit und breit. Ich rupfe wild einen Blankopermit aus dem Block, stopfe ihn in eine meiner Hosentaschen, passiere das Tor und radle in die Freiheit…

Am nächsten morgen breche ich mein Zelt ab und verlasse Stormsriver Village. Die Shuttlekosten sind einfach eine Frechheit, ich beschließe diesen Blödsinn und das Hostel nicht länger zu unterstützen. Ich fahre zu einem Backpackers mit dem Namen “Wild Spirit” in der nähe von “Nature Valley”. Hier gefällts mir, einsame Wanderpfade, Wälder, Wasserfälle, ein Salt River, und ganz viel Nichts. Hier bleibe ich erstmal: Ich werde von einer Mitarbeiterin des Hostels zu einem “Supermarkt” mitgenommen um mich mit dem nötigsten einzudecken…

Okt 28 Die ersten 20 Tage Suedafrika mit Fotos…

Ich bin irgendwie schreibfaul. Aber immerhin habt ihr jetzt ne Menge neue Fotos. Schreibfaul vielleicht auch deshalb weil die Eindruecke einfach zu unterschiedlich und zu kontrastreich, und zu umfangreich sind, um sie in einem simplen Blogeintrag unterzubringen.

Von Johannesburg machte ich meinen Weg ueber Soweto wo ich ein Armutsviertel, als auch reichere Wohngegenden besuchte, ging ins Hector Peaterson Museum und wurde von meinem Guide an ereignisreiche Orte in der Vergangenheit gefahren. So fuhren wir beispielsweise zum Haus Nelson Mandelas oder zu der Strasse, auf der der 13jaehrige Hector Peaterson waeherend der Proteste gegen das Apartheidregim erschossen wurde.

Danach ging es in die Drakensberge, wo ich eine gefuehrte Tour zum Gipfel des Amphietheaters machte, und mehrere Tage im Royal Natal Nationalpark umherwanderte. Einfach beeindruckend, und vor allem beeindruckend einsam und verlassen. Solange man am Wandern ist oder sich von der Landschaft fesseln lassen kann, ist es schön weit und breit der einzigste Mensch zu sein. Man sieht Vögel, Affen, offene Landschaften, einfach idyllisch.

Ich traf im Hostel 2 Pärchen aus Suedafrika, genauer gesagt aus der Stadt Bela Bela, was sie aber “Balla Balla “ aussprechen. Sie haben mich zwei Abende zum Grillen eingeladen und es gab typisches suedafrikanisches Essen: Ich probierte getrocknetes Fleisch, eine Art Bratwurst, gegrillte und scharf gewuerzte Garnelen, leckeres gegrilltes Toast und “Pap” (keine Ahnung ob ich das richtig geschrieben habe) eine Art dicker Brei, welcher aus Getreide hergestellt wird.

Highlight war aber ein selbstgemixter Kurzer, der schmeckte wie “Omas selbstgebackene Keckse”. Vodka, Kondensmilch, und Zimt sind Hauptbestandteile.

Von den Drakensbergen ging es in die Millionenmetropole Durban. Durch die Ereignisse in Johannesburg vorsichtig geworden, fragte ich einen Franzosen aus dem Hostel ob er mich nicht bei Nacht an den Strand begleiten wolle. Unsere Ecke war aber sicher. Das Hostel “Happy Hippo” lag in der Naehe der “Marine World”. Einem Freizeit- und Unterhaltungskomplex der rund um die Uhr von Polizei und Securitydiensten bewacht wird.

Von Durban aus besuchte ich das Valley of 1000 Hills, eine Zuludorf und eine Krokodilfarm, und traf auf Shelly aus den Niederlanden. Wir besuchten die Strandpromenade und gingen zusammen in einem schicken Fischrestaurant essen. Obwohl ich normalerweise kein feinschmecker fuer Fisch bin muss ich sagen: Lecker!

Die naechsten Tage machte ich mich dann auch wieder allein auf den Weg, obwohl ich mich hargenau an die “NO GO- Areas hielt die mir das nette Maedel an der Rezeption ans Herz legte. Ich besuchte unter anderem einen Indischen Markt (Die Inder sind hier in Durban eine große Minderheit) und kaufte einen Wecker fuer 10 Rand (Umgerechnet 1 Euro). Woher ich komme wollte der Verkaufer dann noch wissen. “Germany”. “Ah, der Herr Hitler he?” war das einzige was er ueber Deutschland zu sagen wusste. Ich fuhr mit dem Bus zurueck ins Hostel, waehrend ich meine neue Errungenschaft betrachtete. Tick Tack, Tick Tack.. – Stille- Der Wecker war tot und leider auch nicht mehr zu reanimieren.

Von Durban ging es an die Wildcoast, genauer gesagt an die Coffeebay. Hier bin ich derzeit auch immer noch untergebracht. Ziehmlich weit draußen. Und man sagt die Ecke hier ist das letzte Stueckchen echtes Afrika, welches in Suedafrika uebergeblieben ist. Kein Strom, kein Wasser, unser Hostel ist da eine Ausnahme. Schafe, Ziegen, Kuehe und tausende kleinee Huetten die aus Stroh und Erde gebaut sind.

Leider regnet es zur Zeit den ganzen Tag. Am naechsten Tag war ich trotzdem  wandern, begleitet von vielen Kindern die sich immer als Guide anbieten um Geld zu verdienen. Fuer mich ist das extrem nervig weil man dann nie seine Ruhe hat und man sich wenn einem die Kinder hinterherlaufen und den Weg erklaeren(den man schon kennt) staendig verpflichtet fuehlt zumindest 30, 40 oder 50 Cent rauszuruecken (Was auch ueber den Tag auch schon ganz schoen ins Geld gehen kann). Ich wollte eigentlich zum “Hole in the Wall” laufen, aber der Regen wurde zu stark.

Den Tag darauf hab ichs dann trotz Regen mit 2 anderen eine weitere Wanderung zum “Hole in the Wall” gewagt. Eine Felsformation mit einem großen Loch direkt an der Kueste, das von einem Fluss getrennt wird. Durch die Öffnung peitschen dann die Meereswellen in den Fluss.

Die kleinen Baeche die ich gestern muehelos ueberqueren konnte haben sich ueber Nacht durch anhaltende Regenfaelle in reissende Stroemungen und Wasserfaelle verwandelt. Heute wurden wir nicht von Kindern begleitet, die wohl am Montag morgen alle in der Schule sassen, sondern von 2 Hunden, die auf alle Kuehe, Kaelber, Schafe und Lämmer jagt machten die uns unterwegs begegneten. Wir konnten sie grade noch davon abhalten ein kleines Lämmchen zu zerlegen. Da wir irgendwann sowieso Nass bis auf die Knochen waren kamen die anderen beiden auf die Idee die Schuhe auszuziehen und durch einen Wasserlauf durchzulaufen. Ich hatte aber aufgrund der starken Stroemung die in einem Wasserfall endete bedenken und wir beschlossen einen Umweg zu laufen.

Das Wetter wurde immer uebler, und wir kamen irgendwann auf eine befestigte Schotterstraße. Diese liefen wir weiter ab, bis wir wieder auf die Kueste trafen. Weit im Hintergrund sahen wir einen Felsen der wohl zum Hole in the Wall gehoerte, beschlossen aber aufgrund des immer schlechteren Wetterverhaeltnisse umzukehren. Wie der Zufall es will kam ein 4×4 Jeep vorbei, wir hielten den Daumen raus, und wurden sofort mitgenommen. Aber was ist mit den uns seit zehn Kilometern hinterherlaufenden Hunden? Ich haette sie einfach da gelassen, denn sie haetten sicher zurueck gefunden. Die anderen beiden beschlossen sie aber mit auf die Ladeflaeche zu hiefen und so holperten wir zu dritt mit zwei großen Hunden unter der geschlossenen Ladeflaeche ueber die Schotterpiste zurueck in die Coffeebay. Hunde haben aber die doofe Angewohnheit sich
zu Schuetteln und zu Stinken sobald sie vom Nassen ins Trockene kommen. Als einer von beiden dann auch noch anfangen wollte zu kotzen kamen wir endlich in der Coffeebay an. Was fuer ein Spaß!

Den naechsten Morgen mache ich das Zelt auf und sehe erst den einen Hund, dann den anderen Hund, dann 3, 4, 5, 6, 7.

Obwohl der 7. genauer gesagt kein Hund sondern ein Wolf ist. Ein geschenk eines Wildreservates an das Hostel. Knuffig. Genervt von meinen kleinen neuen Freunden ging ich an den Strand. Als ich zurueck kam stand mein Zelt seltsam gespannt da, die gestaenge waren krum, und ich versuchte sie neu aufzurichten. Da hackt doch was…

Und was sehe ich da: Einer der Hunde hat sich, weils ja so schoen gemuetlich ist zwischen das Moskitonetz und die Regenplane gequetscht und sozusagen auf dem Zelt gelegen… Da der Hund von oben bis unten voller Matsche war und bei dem Wetter ein trockenes windstilles Plaetzchen gesucht hat, koennt ihr euch vielleicht vorstellen wie das Zelt von innen ausgesehen hat…

Abends lief dann ein grosses Pferd aus Richtung Reception kommend an der Kueche vorbei durch den Innenhof… “Das ist Lisa, die kommt manchmal vorbei und moechte einfach nur einen Apfel oder nen Salatblatt”.

Den naechsten Tag erwache ich um 5:30 durch laute “Grassrausreiss”- und Kaugeraeusche.  Ich oeffne die Zeltplane, und wer Steckt seinen Kopf hinein? Das Pferd! Na zumindest kam es nicht auf die Idee sich in mein Zelt zu kuscheln ;)

Hoffe mit diesem kleinen Bericht zumindest die groebste Neugierde gestillt zu haben.