Warum nicht?


Ich hatte mich grade hingelegt, da fragte eine Stimme: „Was ist der Sinn des Lebens?“ Und ich antwortete: „Alter, mach jetzt bloß keinen Stress.“


Warum tuen Menschen sowas? Die Wohnung aufzulösen, den Rucksack aufzusetzen, und einfach loslaufen?
Die beste Antwort ist eine Gegenfrage und lautet “Warum nicht?”

Die einen wollen Spaß. Die anderen sind Suchende. Jeder der so etwas plant hat seine eigenen Träume, hat Erfahrungen gemacht die ihn dazu Bewegen, hat Ideale die er erfüllen mochte, hat Erwartungen und seine Vorstellung von der Welt, möchte vielleicht ein Leben leben das er bisher nicht leben konnte. Möchte Experimentieren. Etwas anderes ausprobieren. Vermisst etwas.

Wir haben heute Fotohandys mit Internetanschluss, können zwischen 53 Privatfernsehsendern wählen, haben elektrische Zahnbürsten, können Zahnpflegeversicherungen für Hunde abschließen – Die große Freiheit also. Dabei bewegen wir uns als multitastkingfähige massenkompatible Alleskönner durch die Welt. Wie frei wir dann wirklich sind merken wir erst wenn wir versuchen auszubrechen, anders zu denken, und kritische Fragen zu stellen.

Die wenigsten Menschen leben das Leben das sie sich erträumt haben. Sie Leben was Ihnen vorgegeben wird. Roboterähnlich werden wir durch Verpflichtungen, Bürokratismus, Ängste, Medien- und Konsumterror zu Menschen, die existieren, aber nicht leben. Machen wir uns davon los, dann sind wir nur noch Gefangene unserer selbst, und das macht es nicht gerade einfacher, und eigentlich noch spannender. Wer bin ich? Wo will ich hin? was mache ich hier? Und warum handele ich nun so und nicht anders.

Wenn ich eines gelernt habe ist es, dass Menschen auf so unterschiedliche Art und Weise glücklich sein können. Jeder sollte es auf seine Weise sein.

Es gibt also viele gute Gründe Reisen zu wagen und auch einmal was zu riskieren.  Ich liebe es zu reisen, neue Menschen kenne zu lernen, zu entdecken und Neues auszuprobieren. Auf gehts!

„…Bis zu jenem Augenblick war die Reise, der Gedanke, weit wegzufahren nur ein Traum gewesen – und Träume sind sehr bequem, sofern wir nicht gezwungen sind sie in die Tat umzusetzen. So gehen wir keine Risiken ein, vermeiden Frustrationen, schwierige Momente, und wenn wir alt sind können wir den anderen die Schuld in die Schuhe schieben – vorzugsweise unseren Eltern, unseren Ehemännern oder unseren Kindern – dafür, dass wir unsere Träume nicht wahr gemacht haben…“


Aus dem Buch 11 Minuten von Paulo Coheleo